Schokoladenpudding wie zu Großmutters Zeiten – ohne Fertigpulvermischung!

Schokoladenpudding mit Vanillesoße…. für mich einfach ein Gedicht. Aber er muss gut sein, den Gaumen schmeicheln.  Diese Fertigsaucen zum Kaltanrühren finde ich grausig und ich habe nichts für sie übrig. Selbst die Aufkochvarianten – sind ja noch etwas besser – basieren meist auf einer Stärkemischung und enthalten Farbstoffe damit das „Vanille“ auch optisch rüberkommt.

Alle Teilnehmer von meinem „Private cooking“-Event vom 18.03.2016 kennen dieses super leckere Dessert bereits! Aufgrund der Nachfragen kommt hier also das Rezept dazu. Leider aktuell kein Bild dabei, da derzeit schon „verputzt“. Folgt bei Gelegenheit. Oder kocht einer von Euch es nach und schickt mir eines?

Zugegeben. Mein gleich folgendes Rezept ist eine Kalorienbombe. Dafür reicht auch eine kleiner Portion und man hat wirklich DEN Schokoladengeschmack und eine cremige Vanillesauce, die natürlich auch zu vielen anderen Desserts passt. Denkt nur an Rote Grütze / Kirschgrütze, Dampfnudeln, Ofenschlupfer…..

Für Schokoladenpudding braucht ihr für ca. 4 Portionen

1/2 l Vollmilch
30g Maisspeisestärke
50g Zucker
20g Kakaopulver (ein richtiges Kakaopulver, kein „Kaba“)
1 Prise Salz
1 Ei

Thermomixer schmeissen alles zusammen und Kochen das ganze bei 98° ca. 8 Minuten  auf Stufe 2 (doppelte Menge 10min).

Alternativ:
Ganz klassisch Speisestärke, Zucker, Kakaopulver mischen (das ist das so ähnlich wie die „Tütenmischungen“, mit etwas Milch kalt anrühren. Milch erwärmen, dabei schon das  Ei mit dem Schneebesen kräftig einrühren, Kakao-Mischung dazugeben und unter rühren aufkochen lassen. Nun weiterrühren (gleichmäßig nicht zu hektisch) bis der Pudding anfängt einzudicken. In eine Schale füllen oder Dessertgläser und abkühlen lassen.

Für Vanillepudding einfach das Kakaopulver weglassen, 1/2 Vanilleschote auskratzen und die ausgekratzte Schote mit dem Mark in der Milch mit aufkochen. Bevor der Pudding in die Schale/n kommt einfach die Schote herausnehmen.

Vanillesoße

300ml Vollmilch
4 Eigelb
1/2 Vanilleschote (Schote und ausgekratztes Mark)
1 Prise Salz
50g Zucker

Alles miteinander verrühren und langsam unter Rühren erwärmen. Nicht kochen lassen! Die Sauce kurz vor dem Siedepunkt halten und dabei ca. 3 min rühren.

Thermomixer: alles rein in den Topf, 7 Minuten bei 80° Stufe 3

ps:
Vanilleschoten gibt es in verschiedenen Qualitäten (Dicken/Längen) und Mengen günstig im Internet zu bestellen. Wer viel mit frischer Vanille arbeitet oder wie ich seinen Vanillezucker lieber selbst in großen Bügelgläsern zubereitet ist hier gut beraten.

 

Märzen-Dinkel-Bauernbrot

Nur im März und April gibt es bei uns das Original Märzen-Dinkel-Bauernbrot.

Seine super Kruste und saftig-würziger Geschmack ist unser absoluter Favorit in Sachen „Vesperlaib“.

Hier das Rezept dazu:

Für 2 Laib mit ca. 750g Endgewicht braucht ihr

1kg Dinkelmehl 1050
1/2 Würfel Frischhefe oder 1 Pack Trockenhefe
20g Salz
100g Dinkelsauerteig (frisch)
250ml Wasser
450ml Märzen (Zimmertemperatur)

Am Vorabend:
Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken. Die Hefe hineinbröckeln oder die Trockenhefe hineinschütten. 100g frischen Dinkelsauerteig (siehe Blogbeitrag „Sauerteig“) hinzugeben und mit 250ml Wasser auffüllen. Dabei die Hefe, den Sauerteig und etwas Mehl von den Seiten der Mulde miteinander verrühren bis ein dicklicher Brei entstanden ist und kleine Blasen zu sehen sind. Schüssel abdecken und über Nacht bei Zimmertemperatur stehen lassen. (8h)

Am nächsten Morgen:
20g Salz und 450ml Märzen hinzugeben und 8min kneten. Der Teig sollte sich von der Teigschüssel lösen, er sollte nicht zu fest sein, jedoch auch nicht mehr allzu klebrig. Evtl noch ein wenig Dinkelmehl zugeben.

Nun den Teig in eine ausreichend große Schüssel (bei mir mein Teigeimer) geben und 3h stehen lassen (!!!!). Den Teig in mit kaltem Wasser benetzten Händen in bemehlte Gärkörbe geben, dabei nicht zu sehr kneten. Teigschluss ist oben. Etwas mit Mehl bestreuen und abgedeckt ca. 40-50min stehen lassen.  In dieser Zeit den Backofen vorheizen.

Haushaltsofen: Ober-Unterhitze 250°, Brotbackofen: 280° Oberhitze, 240° Unterhitze

Die Brote auf den Teigschieber stürzen und einschießen/auf ein Backblech setzen und in den Ofen schieben. Mit einem Wassersprüher (wie für Pflanzen) ordentlich in den Backraum sprühen und die Ofentür rasch schließen. Nach 15min den Brotbackofen ausschalten, nach ca. 30min den Schwadenzug öffnen (gegebenenfalls). Im Haushaltsofen nach 15min auf 200° zurückschalten und insgesamt 45-50min (je nach Bräunungsgrad und Wunsch bzgl Kruste) backen.

frischausdemofen