Fladenbrot und Tzatziki

Super lecker, und ganz einfach: frisch gebackenes Fladenbrot – gefüllt mit… was immer ihr wollte und leckeres Tzatziki dazu. Natürlich auch toll für vegetarische oder „normale“ Döner, Geflügel…. was auch immer euch einfällt oder was der Kühlschrank her gibt.

Wir hatten Gyros-Geschnetzeltes in geviertelten Fladenbrotstücken als Brottaschen aufgeschnitten.

Für 2 große Fladenbrote (ca. 26cm Durchmesser) oder 8 kleinere Brottaschen:

1 kg Mehl (Dinkel/Weizen)
1 Würfel Frischhefe
20 g Salz
3 EL Öl (Oliven oder Sonnenblumen)
2 TL Zucker
200 ml Milch
400 ml Wasser

Aus allen Zutaten einen geschmeidigen Teig kneten. Dann ca. 45 min gehen lassen. Am besten bestäubt ihr den Teig vor der Gehzeit etwas mit Mehl.  (Den Teig bereite ich in meiner Häussler Teigmaschine – geht natürlich auch mit eurer normalen Küchenmaschine oder im TM nach Arbeitsanleitung von Hefeteig)

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Den Teig in gewünschte Portionen teilen und ca. 2 cm hoch flach drücken.  Nun den Backofen einschalten (Umluft 200° – bei mehreren Backblechen /  Ober-Unterhitze 240° bei einem Backblech oder evtl halber Menge). Während der Backofen aufheizt geht der Teig wieder etwas auf. Die Oberfläche mit Öl besprühen oder einpinseln. Nach Wunsch mit Sesam bestreuen und einschneiden. Dann ca. 20 min backen.

Fladenbrot

 

In den Arbeitspausen vom Fladenbrot könnte man nun die Tzatziki machen:

250g Quark
100g Salatgurke (ohne Schale und entkernt)
1 Knoblauchzehe geschält
1,5 TL Salz
etwas Pfeffer
3 EL Schlagsahne

Knoblauch pressen und die Salatgurke in ca. 2-3 cm große Stücke schneiden. Dann die restlichen Zutaten zugeben und mit dem Pürierstab/Mixer fein pürieren. Nehmt unbedingt die Kerne aus der Mitte der Salatgurke, sonst wässert die Tzatziki so sehr.

Für Thermomixer: Knoblauch 4 Sekunden Stufe 8, dann Gurke in Stücken dazu, 5 Sekunden Stufe 4, Rest dazu und 20 Sekunden Stufe 4.

Am besten schmeckt die Tzatziki wenn sie 1-2 Stunden durchziehen kann.

Guten Appetit!

Kleine Geisha – gehäkeltes Miniaturpüppchen

Wochenende. Ein klein wenig Zeit für Kreativität. Und das kam dabei raus: eine kleine gehäkelte Geisha-Puppe. Als Sorgenpüppchen, Schlüsselanhänger oder einfach kleine Spielpuppe. (ca. 9,5cm hoch)

IMG_20151018_214000Gehäkelt habe ich mit Nadel 2,5mm und Catania Baumwolle.

Hier ist meine Anleitung:

Für den Körper:
1. Runde: in einem Fadenring 6feste Maschen (fM) häkeln.
2. Runde: in jede Masche (M) 2 fM häkeln (12M)
3. Runde: in jede 2. M 2 fM häkeln (18M)
4. Runde: in jede 3. M 2 fM häkeln (24M)
5. Runde: 24 fM nur in das hintere Maschenglied einstechen.
6. Runde: 1 Runde 24 fM dann bei der letzten M Farbwechsel in „Bauchfarbe“.
7. – 11. Runde: 24fM
12. Runde: jede 3. + 4. M zusammenhäkeln (18 fM) (jetzt ausstopfen)
13. Runde: jede 2. + 3. M zusammenhäkeln (12 fM),
14. Runde: immer 2 M zusammenhäkeln (6 fM), bei der letzten M Farbwechsel zur Kopffarbe.
15. Runde: in jede M 2 fM häkeln (12 fM)
16. Runde: in jede 2. M 2 fM häkeln (18 fM)
17. Runde: in jede 3. M 2 fM häkeln (24 fM)
18. – 22. Runde: je 24 fM
23. Runde: jede 3. + 4. M zusammenhäkeln (18 fM) (jetzt ausstopfen)
23. Runde: jede 2. + 3. M zusammehhäklen (12 fM) (etwas nachstopfen)
24. Runde: 6x 2 M zusammenhäkeln (6 fM)
Faden abschneiden und vernähen.

Haare mit Dutt:
1. Runde: 5 fM in einen Fadenring häkeln.
2. Runde: je 2 M in jede M häkeln  (10 M)
3. Runde: 10 fM
4. Runde: je 2 M zusammenhäkeln (5 M)
5. Runde: je 2 M in jede M häkeln (10 M)
6. Runde: je 2 M in jede M häkeln (20 M)
7. Runde: in jede 4. M 2 M häkeln (25 M)
8. – 10. Runde: je 25 fM, wenden und in Reihen
11. – 13. Reihe: je 17 fM häkeln (zum Wenden je 1 Luftmasche häkeln)
Faden nicht zu kurz abschneiden und die Haare damit auf dem Kopf festnähen.

Haarschmuck:
Für die Blüte 5 Luftmaschen häkeln und mit einer KM zum Ring schließen. Nun 2 Runden nur in das hintere Maschenglied fM häkeln. In 2-3 M pro Runde je 2 M häkeln. (genaue Anzahl nicht erforderlich). In der nächsten Runde je 3x 2M in dieselbe arbeiten, hier jedoch nur die Maschenstege UNTERHALB der Maschenglieder umfassen (von hinten, also unterhalb der Maschen) so dass die Maschenglieder oben liegen bleiben. Nach Beendigung der Runde 9-10 Luftmaschen häkeln. Endfaden etwas länger lassen. Dieses Band wird um den Dutt gelegt und mit dem Schlußfaden festnähen. Die Kanten der Blüte ebenfalls festnähen.

Herz:
Für das kleine Herz in einen Fadenring wie folgt häkeln: 1 feste Masche, 1 halbes Stäbchen, 1 Stäbchen, 3 Luftmaschen, 1 Kettmasche in den Fadenring, 3 Luftmaschen, 1 Stäbchen, 1 halbes Stäbchen, 2 feste Maschen und 1 Kettmasche in die erste feste Masche. Den Fadenring sehr stramm ziehen und mit dem Endfaden annähen.

Fertigstellung:
Eine Luftmaschenkette von ca. 26 fM häkeln und als Kimonoverschluß über Bauch, Nacken und wieder nach vorne annähen. (siehe Bild) Augen aufsticken. Wer mag kann mit etwas Rouge (Schminke) und einem Wattestäbchen noch ein paar rote Bäckchen schminken.

 

 

Brot in 70 Minuten – Das schnelle Dinkel-Buchweizenbrot, Histaminarm!

Keine Zeit für aufwendiges Brotbacken?

Gesundes Brot und wenig Zeit lassen sich manchmal doch kombinieren. Mit diesem ultimativen  Rezept. Gut verträglich bei Histaminintoleranz.

Wer eine Getreidemühle hat mahlt sich sein Mehl am besten ganz frisch.

Ein Körnerbrot für Groß & Klein. Zu Käse aber auch Süßem bestens geeignet. Dieses Brot mit Schokoladencreme… der Wahnsinn. Mit einem tollen Käse – ohne Gleichen…. probiert es doch selbst aus!

Zutaten für eine große Kastenform oder 2 kleinere:

200g Buchweizen gemahlen
600g Dinkelmehl (630/1050)
1 Würfel Frischhefe (Bäckerhefe bei Histamintoleranz empfohlen)
3 TL Salz
3 EL Apfelessig (nicht vergessen!)
2 kleine Tassen (150ml) Körner
(Sesam, Sonnenblumenkerne, Körnermix,
Kürbiskerne, je nach Vorliebe)
750ml Wasser

Die Kastenform(en) ausfetten. Alle trockenen Zutaten in eine ausreichend große Schüssel geben. Hefewürfel zerkrümeln, darüber verteilen. Essig dazu und dann das Wasser hinter her. Mit den Teigknethaken des Handrührgerätes alles gründlich vermischen.

Den weichen, breiartigen Teig zu 2/3 Höhe in die Backformen füllen. Eine Tasse oder kleine Auflaufform mit Wasser in den Backofen auf den Boden stellen. Gitter in die Mitte einschieben. Darauf die Kastenformen stellen. Jetzt den Ofen einschalten und alles genau 60 Minuten bei 220° / Ober-Unterhitze backen.

Ja genau – in den KALTEN Backofen geben – so wird es perfekt.

Danach auf ein Kuchengitter stellen und nach ein paar Minuten aus der Form stürzen. Auskühlen lassen und gnadenlos genießen! Natürlich eignet sich dieses Brot auch toll zum Einfrieren.

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Gutes Gelingen – erzählt mir wie es euch geschmeckt hat!

Weil ich in meiner Eigenschaft als Ernährungsberaterin gefragt wurde:
Ja – es geht auch ohne Essig/Hefe! Mit Dinkelsauerteig (den müsst ihr leider selbst machen, gibt es nicht zu kaufen). 250g Dinkelsauerteig, etwas vom Wasser und ca. Hälfte vom Mehl als Vorteig ansetzen (8h vorm Backen)! Dann von den 750ml bitte 125ml abziehen (denn bei 250g Sauerteig sind ca. 125g Wasser). Wenn ihr Hilfe in Sachen Sauerteig braucht – einfach melden!

 

Für Thermomixer:
Alles in den Topf, verschließen, 20 Sekunden auf Stufe 4 und ab in die Kastenformen!

„Kartoffelschnitz“ oder auch „Gaisburger Marsch“

Und weil es jetzt so richtig Herbst ist…. mal einen leckeren Eintopf für die ganze Familie!

Meine Großmutter nannte es „Kartoffelschnitz“. Es ist aber in der Tat ein ganzer Eintopf. Vermutlich stammt der Ausdruck aus der Zeit, in welcher das Fleisch knapp war. Da war der Gemüseanteil garantiert höher!

Ich verwende dazu am liebsten Siedfleisch vom Angus-Rind (weil ich das hier oben auf der Alb in Bio-Qualität zu günstigen Konditionen bekomme), heute jedoch hab ich noch ein paar Beinscheiben aus der Tiefkühltruhe geholt. Dazu frisches Suppengemüse und etwas Gemüsepaste oder gekörnte Gemüsebrühe  entsprechend zur Wassermenge. Dazu gibt es noch handgeschabte Spätzle.

So geht’s:

Das Suppengemüse putzen und in Stücke schneiden und in den Schnellkochtopf geben. Bei mir  besteht es aus: Karotten, Petersilienwurzel, Sellerieknolle, Lauch, einige Stengel Petersilie etwas getrockneter Liebstöckel aus dem Garten (Maggiekraut) und zusätzlich eine Zehe Knoblauch der länge nach halbiert.

Das Siedfleisch abwaschen, trockentupfen und ringsum etwas salzen. Dann ab zum Gemüse. Das ganze mit Wasser auffüllen bis alles gut bedeckt ist. Schnellkochtopf schließen und auf Stufe 2 (höchste Stufe bei meinem) Stufe 45min kochen.

Nachdem der Decke geöffnet hat das Siedfleisch herausnehmen und in Stückchen schneiden. Grad so wie ihr es mögt. Das Suppengemüse durch ein Sieb abgießen. Die Brühe natürlich zurück in den Topf geben.

Nun schäle ich ein paar Kartoffeln und mache mundgerechte Würfel daraus. Die koche ich nun in der Brühe, die ich zuvor schon abgeschmeckt habe. Und zwar mit Pfeffer und ggfs etwas Salz. Wer kein Liebstöckel zur Hand hatte kann jetzt alternativ auch das fertige flüssige Zeug nehmen („Maggie“).

Während die Kartoffeln nun kochen schneide ich die Karotten noch etwas kleiner. Die gebe ich mit dem Fleisch und einigen Stücken Sellerie und dem Fleisch nach der Kochzeit wieder in die Brühe. Also bereite ich nun noch den Spätzlesteig zu.

Ein genaues Rezept habe ich hier nicht. Ich nehme für Eintopf-Spätzle, also eine kleiner Menge, 4 Eier, etwas Salz und soviel Mehl wie es braucht um einen schönen glatten Teig zu bekommen. Dazu die Teigrührer vom Handrührgerät verwenden. Man kann auch etwas Mineralwasser dazu geben, das macht den Teig etwas lockerer. Dieser sollte am Ende streichbar sein aber nicht mehr so flüssig, dass er „läuft“. Zum Schaben ideal.

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Geschabt wird über kochendem, leicht gesalzenen Wasser. Das Spätzlesbrett leicht anfeuchten. Teig darauf geben, flach streichen. Den Teigschaber schräg (ca. 30° Winkel vom Brett aus) ansetzen und in kurzen Bewegungen immer einen kleinen Teil des Teiges ins Wasser schaben. Dabei den Schaber mit eintauchen. Unterschiedliche Größen sind ein Markenzeichen von wirklich handgeschabten Spätzle! Die Spätzle sind super schnell wieder an der Oberfläche und damit auch schon fertig. Mit dem Schaumlöffel herausheben und zum Abtropfen in ein Sieb geben, Deckel auflegen damit sie nicht ganz so schnell auskühlen. Sobald das Wasser wieder (oder immer noch) wallend kocht, nächste Portion schaben….

Jetzt sind auch die Kartoffeln bissfest. Fleisch und Gemüse dazu, kurz aufwärmen solange man den Tisch deckt und die Meute zusammentrommelt. Dann die Spätzle dazu reichen.

Guten Appetit miteinander!

TIP
Hasst ihr es auch den klebrigen Nudelteig danach aus der Schüssel zu schrubben? Eigentlich geht das ganz einfach und schnell. Ihr dürft nur NIEMALS warmes Wasser verwenden – das klebt höllisch! Kalt spülen bis alles sauber ist. Geht ganz schnell!

Apfelkuchen a la Rosi

Dies ist ein Apfelkuchen den ich aus den verschiedensten Rezeptvarianten zusammengestellt habe. Halb von meiner Großmutter, halb aus der Kategorie „Wiener Apfelkuchen“.

Man braucht dazu einen Mürbeteigboden (da nehmt ihr Euer Lieblingsrezept) und 8 kleinere Äpfel (oder soviel bis eure Springform bis ca. 4cm hoch gefüllt ist).

Für den Guss:Rosis Apfelkuchen

200g (1 Becher) Schmand
200g (1 Becher) Schlagsahne
4 EL Zucker
1 Pck Zitronenschale (Abrieb einer Bio-Zitrone)
1 Pck Vanillepuddingpulver

Belag:
75g gehobelte Mandeln

Ofen auf 175°C Ober/Unterhitze vorheize. und dann geht es los:  Mürbeteigboden nach Wahl ausrollen, in die Springform füllen (ich nehme immer 28cm Durchmesser, 26cm gehn auch), Äpfel schälen, Kernhaus raus,  in Schnitze schneiden und diese nochmals vierteln. Sprich: kleine Stücke! Ich schäle die Äpfel immer komplett und verwende diese praktischen Apfelteiler die gleich Schnitze machen. Dann brauch ich die nur noch „einzurädeln“.

Den Guss mit den Zutaten wie oben aufgeführt zusammenrühren, gleichmäßig über die Äpfel geben. Darüber dann noch die Mandelplättchen streuen und ab in den Ofen!

In meinem Backofen ist der Kuchen nach 50min perfekt und leicht gebräunt. Wer mag kann den noch heißen Kuchen aprikotieren*.

 

„Aprikotieren“, so gehts: 
3-4 EL Aprikosenmarmelade erwärmen, glattrühren und mit einem Pinsel über den noch heißen Kuchen streichen. Dadurch glänzt er schön und bekommt noch eine feine Fruchtnote.

Quittengelee & Quittenleder – eine vergessene Köstlichkeit!

Es gibt mehrere Möglichkeiten den Saft der Quitte zu gewinnen. Mit dem Dampfentsafter, oder über Kaltpressung. Inzwischen entsaften wir Quitten nur noch kalt, da es
1. mehr Saft gibt,
2. nicht so lange dauert (tatsächlich!),
3. weniger Strom benötigt und
4. der Saft später besser geliert.

So oder so:
Erstmal Quitten schrubben – der feine Flaum auf der Schale muss runter. Dann In Viertel oder Achtel hacken. Nun entweder in den Dampfentsafter geben oder klein raspeln und im Pressbeutel in die Saftpresse geben.

Aus dem kalten Saft bereite ich dann mit Zugabe von etwas Zitronensaft oder Zitronensäure (je nachdem was ich verfügbar habe) aus 1200ml und 500g 3:1 Gelierzucker das Gelee. dafür entweder im großen Topf aufkochen und gelegentlich abschäumen und nach erfolgter Gelierprobe (Kochlöffel in Gelee tauchen und der letzte Tropfen bleibt am Löffel hängen und fällt nicht) ab in die sauberen Twist-Off-Gläser oder eben Marmeladegläser eurer Wahl.

Im Thermomix koche ich 1000g Quittensaft (entspricht ca. 1200ml) mit 500g 3:1 Gelierzucker für ca. 15min auf 105°/Stufe 1 (TM5) Genauer gesagt: sobald de Saft kocht 4Minuten – nicht zu heiß stellen sonst sprudelt es über. evtl auf 100° reduzieren. Dann direkt in die Gläser gießen. Klappt super. Habe meinen ganzen diesjährigen Saftvorrat (7,5l!) auf diese Weise nebenher eingekocht.

Quittenleder

KeIMG_20151007_091654 (1)nnt ihr das überhaupt noch? Das hat meine Oma früher gemacht – und meine Mutter dann später auch. Als Kinder mochten wir es nicht. Jetzt finde ich es einfach genial! Es scheint also doch alles seine Zeit zu haben. Dieses Jahr stellte ich mein erstes eigenes her. Ich habe es mit Hilfe des Thermomix gemacht. Geht aber natürlich auch ohne.

Dafür werden 1,5kg Quitten gewaschen, das Kernhaus entfernt und in Vierteln in den Topf geben und auf Stufe 5 für 10 Sekunden kleingeschnitten. Dann 500g Gelierzucker (3:1) dazugeben und 1EL Vanillezucker sowie 2 EL Zitronensaft. Alles auf Stufe 4 für 8 Sekunden mischen. Dann bei 100°C ,  Rührlöffelstellung Linkslauf einköcheln, bis ein dicker Brei entsteht. Bei mir waren das ca. 40 Minuten. Diesen hab ich dann auf ein Backblech mit Dauerbackfolie gestrichen (ca. 3-4mm dick) und trocknen lassen. Damit es schneller geht hab ich jedes Mal nach dem Backen die Resthitze genutzt und einfach das Backblech in den Ofen geschoben bis dieser kalt war. Nachdem die Oberseite trocken ist das Ganze auf eine andere Backfolie stürzen und diese Seite ebenso trocknen. In Stücke schneiden und genießen! Lässt sich gut in Keksdosen aufbewahrn (nicht luftdicht!).

IMG_20151007_091958 Ohne Thermomix: Quitten fein schneiden und mit ganz wenig Wasser weichköcheln, dann mit dem Gelierzucker mischen und durchpürieren. Dann unter rühren einköcheln lassen. Aufpassen – der dicke Brei „blubbert“ gern. Und diese Spritzer können üble Verbrennungen verursachen!

links im Bild: Naschglas
Immer drei Stückchen mit Backpapierquadraten getrennt. (Deckel nur leicht aufdrehen)

Übrigens:
der Saft der Quitte hilft eine beginnende Blasenentzündung abzuwehren! Wer dazu neigt am besten ein paar 329000_256703864369014_614872010_oGläser nur leicht gesüßten Quittensaft einkochen und bei Bedarf über den Tag verteilt  gut 1/4 l davon trinken. die Gerbstoffe in der Quitte helfen bei der Bekämpfung der lästigen Erkrankung! 

Schwäbisches Bauernbrot

UNSER Brot. Nach alter Tradition hergestellt, sehr wandlungsfähig und der Klassiker unter den hellen Bauernbroten. Wir holen unser Brotbackmehl in Honau in der Mühle. Da bekommen wir es bereits fertig gemischt. So wie wir es am liebsten mögen:

Für alle die es aufgrund der Entfernung nicht so einfach kaufen können hier meine persönliche Misch-Empfehlung: 15% Roggenmehl Typ 1150, 40% Weizenmehl Typ 1050 und 45% Dinkelmehl Typ 1050/812

Dieses Brot gelingt recht leicht, da es ohne Sauerteigansatz auskommt. Ich nehme mir fürs Brotbacken die nötige Zeit. Das beginnt mit dem Vorteig. Diesen lasse ich mindestens 8h – oder über Nacht – ruhen. Dann kommt der eigentliche Teig. Der dann auch 3h Teiggare bekommt. Und letztendlich noch eine kleine Verschnaufpause im Gärkorb von 45min bevor es endlich gebacken werden kann. Hört sich anstrengend an? Eine Frage der Organisation. Wenn ihr eine kleinere Küchemaschine besitzt die Menge bitte halbieren!!!!

Zutaten für 3 Laib mit ca. 1,25 kg Endgewicht:

2kg Brotbackmehlmischung (s.o.) oder Weizenmehl 1050/Dinkelmehl 812
1 Würfel Frischhefe
500ml Wasser und 1l Buttermilch ODER
500ml Wasser und 500ml Bier und 500ml Wasser ODER
500ml Wasser und 1l Wasser
43g Salz

Am Abend vorher:
1kg Brotmehlmischung/Brotmehl in eine Schüssel geben und eine große Mulde hineindrücken. Da hinein die Hefe bröckeln und mit 500ml zimmerwarmem Wasser verrühren. Etwas Mehl vom Rand darüberstäuben. Abdecken (Deckel oder Folie). Fertig!

Am nächsten Morgen – oder ca. 4h vor dem Backen:
Salz und restliche Flüssigkeit hinzugeben und den Brotteig kneten. Mit der Häussler ca. 8 Minuten, ansonsten mindestens 12Minuten. Der Teig soll sich vom Rand der Schüssel lösen und eine Einheit bilden.  Den Teig mit nassen Händen (kaltes Wasser!!!) in einen Gärbehälter geben der mindestens 2,5fach so groß ist wie die  Teigmenge. Ich verwende 10l-Eimer aus dem Baumarkt (neu gekauft natürlich und mit Deckel) die ich nur fürs Brotbacken verwende.  Fertig! Zeit für ein Stück Alltag….

Solange der Brotbackofen vorheizt (normaler Backofen: 250°/Ober-Unterhitze, möglichst das Backblech schon mit hineingeben damit es mit aufheizt) den Teig mit nassen (wieder kalt sonst klebt es fürchterlich) Händen Formen und in die gut bemehlten Gärkörbe* legen, ringsum gut mit Mehl bestäuben und den Teigschluss nach oben legen. Die gefüllten Gärkörbe abdecken (Gärfolie oder Geschirrtuch).

Nach 45min die Brote einschießen (d.h. mit dem Brotschieber oder auf das Backblech gestürzt und dann ca. 1,5cm tief eingeschnitten ) und dampfen. Da das „Dampfen“ zu Hause schlecht geht nehme ich für diesen Fall eine Wassersprühflasche (die ich wieder nur fürs Backen reserviert habe) und Sprühe ordentlich in die Backkammer. Nach 10min den Backofen auf 200° zurückdrehen. Die ca. 1kg schweren Brote benötigen ungefähr 45min Backzeit. Danach könnt ihr je nach Bräunungswunsch verlängern. Macht den Klopftest. Klingt es hohl? Dann ist es gar.

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Warmes Brot schmeckt genial – kann aber bei empfindlichen Mägen zu Bauchschmerzen führen. Zudem wird, wenn es zu früh angeschnitten wird, die Anschnittstelle leicht klebrig werden und etwas krusten. Nicht tragisch. Man sollte es nur wissen. Soll das Brot eingefroren werden am besten wenn es leicht lauwarm ist in einen Gefrierbeutel geben, verschließen und auskühlen lassen. Dann
einfrieren. Lässt man es später auftauen (im geschlossenen Gefrierbeutel) schmeckt es 1A!

TIP: Habt ihr noch ein paar Pell-Kartoffeln vom Vortag? Auf 1kg Mehl
100-200g zerstampfte Kartoffeln geben – Mehlmenge um selbes Gewicht reduzieren. Evtl ist etwas weniger Wasser für den Teig erforderlich. 

*Gärkörbe erhält man aus verschiedenen Materialien und in allen Größen und Formen im Internet oder in den Mühlen. Zum Probieren kann man auch normale Schüsseln verwenden die man mit einem Geschirrtuch auslegt und dieses bemehlt. Nicht ganz optimal, da der Teig hier gerne mehr schwitzt aber wie gesagt. Für Gelgenheitsbäcker absolut tauglich!

„…. und dann back ich uns Waffeln“

Und zwar mit einem alten klassischen Rezept. Ob als süßes Mittagessen oder Dessert mit heißen Kirschen und Vanilleeis. Waffeln sind ein absolutes „Soul Food“ und wärmen nicht nur den Magen.

Aber was erzähl ich Euch – Regenwetter, grauer Tag? Oder scheint die Sonne und Ihr braucht ein Gute-Laune-Rezept? Probier’s doch gleich mal aus und verwöhn Dich selbst mit frisch gebackenen Waffeln. Das unten stehende Rezept reicht für ca. 15 Waffeln

Zutaten für den Teig
200g Butter
175g Zucker
6 Eier (Gr. M)
350g Mehl
350ml Milch
3 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 TL Vanillezucker

Puderzucker zum Bestäuben

Butter in Stücke schneiden und mit allen Zutaten zu einem gleichmäßigen Teig verrühren. Wenn man den Teig vorbereiten möchte lässt man das Backpulver weg und gibt es erst dazu wenn man die Waffeln bäckt. Die Butter hole ich direkt aus dem Kühlschrank – das vorher rauslegen vergess ich meistens…. klappt aber trotzdem. Falls der Teig „flockig“ aussieht liegt es genau da dran. An der kalten Temperatur der Butter. Für die Waffeln ist das nicht von Belang. Sie werden grandios!

Im Thermomix: Alles zusammen 4 Minuten Stufe 3 und 1 Minute Stufe 4  verrühren. Wird perfekt!

Natürlich könnt ihr auch etwas weniger Zucker verwenden. Bedenkt jedoch, dass Zucker auch für den Bräunungsgrad mit verantwortlich ist.

Im Waffeleisen wie gewohnt backen – ein zusätzliches Einfetten ist nicht erforderlich!

 

 

 

Einfach lecker… Laugenbrezeln – besser als vom Bäcker!

Wer mag sie nicht? Ob zum Vesper, zur Weißwurst oder einfach so…. Ich bereite sie für uns ausschließlich aus Dinkelmehl zu und verwende Milch und Butter. Für Veganer können sie mit Wasser und Pflanzenfett zubereitet werden.

Zutaten für den Teig (9 Stück):
500g Dinkelmehl (630) oder Weizenmehl 405
21g Hefe (frisch) oder 1 Päckchen Trockenhefe
250ml Vollmilch (Zimmertemperatur) oder Wasser
15g Salz
40g Butter in Stücken (aus dem Kühlschrank!)  / Pflanzenfett
oder 20g Butter + 20g Butaris (Butterschmalz) je nach Vorliebe

Zum Fertigstellen:
Dauerbackfolie/Silikonbackmatte
Backblech
Einmalhandschuhe
Brezellauge*
Brezelsalz (Ur-salz grob geht auch)

Aus den Zutaten für den Teig einen Hefeteig bereiten (All-in-one). Gründlich kneten. In der Häussler Teigmaschine gut 5min- in normalen Küchenmaschinen mindestens 10min mit dem Knethaken. Der Teig sollte sich ganz geschmeidig anfühlen, ohne dabei zu weich zu sein – sonst „explodieren“ die Brezeln im Backofen. Fühlt er sich noch zu weich an (ähnlich wie bei Hefezopfteig) lieber noch etwas Mehl unterkneten.

Den Teig 10-20min entspannen lassen. Nun ist es Zeit den Backofen einzuschalten. Auf 240°C / Ober-Unterhitze vorheizen. Dann Stücke zu 80-90g abwiegen und jeweils zu einem ca. 40 cm langen Strang rollen der mittig etwas dicker sein sollte und zu den Enden hin ca. 7mm haben darf. Nicht beirren lassen – der Teig geht noch auf! Nun die typische Brezelform schlagen und die Enden etwas festdrücken.

Die Brezellauge in eine Schüssel geben und die Brezelteiglinge mit behandschuhten Fingern (Einmalhandschuhe) hineinlegen. Es reicht die Lauge 2cm hoch ein zu füllen. Die Teiglinge können einfach gewendet werden. Dann auf ein mit Dauerbackfolie belegtes Backblech legen (normales Backpapier klebt nach dem Backen gern an den Brezeln). Die Brezeln sollten dann nicht mehr bewegt werden da der Teig nach dem Belaugen klebrig wird. Nun sofort mit Brezelsalz (oder Sesam/Sonnenblumenkerne/Mohn/Kürbiskerne….) bestreuen bevor die Lauge zu sehr antrocknet. Entlang der dicken Rundung einen ca. 3mm tiefen Schnitt machen. Der Teig klebt nicht am Messer (ich nehme ein Kearmikmesser) wenn man die Klinge ab und an in kaltes Wasser taucht. Die übrige Lauge kann zurück in die Flasche gegeben werden. Sie wird dann zwar etwas trüb, aber das hat keinen Einfluss auf das nächste Backergebnis!

Alle Brezeln auf dem Blech? Dann ab in in den Ofen und die Temperatur auf 200° zurückschalten. Die Backzeit beträgt ca. 20min – Je nach Backofen und Vorliebe kann man die Backzeit auch etwas verlängern.

Natürlich könnt ihr aus diesem Teig auch Laugenbrötchen,  -stangen etc. herstellen.

*Ein Tip zur Brezellauge:
Man bekommt sie fertig in kleinen Flaschen beim Bäcker. Ich bestelle mir Laugenperlen im Internet (z.B. ebay). da kosten 1kg Laugenperlen ca. 10€ – man benötigt gerade mal 35g für 1l Lauge…. (einfach in abgekochtes lauwarmes Wasser einrühren – Handschuhe nicht vergessen!). So erhält man ungefäht 3,5%ige Lauge. Die Variante mit dem kochenden Natronwasser die im Internet oft zu lesen ist funktioniert auch – aber ich bin davon abgekommen. So schmeckt es einfach besser!

 

Flachswickel – die schwäbische Kleinigkeit zum Kaffee

Der etwas außergewöhnliche Wunsch meines gerade 5 gewordenen Sohnes. Flachswickel. Einfach und gut. Für die Geburtstagsfeier im Kindergarten morgen habe ich vorhin 4 Blech davon gebacken. Und das Original Familienrezept gibts jetzt hier:
Für ca. 75 Stück / ca. 4 Backbleche:
1kg Dinkelmehl (630)/Weizenmehl 405
350g Butter (aus dem Kühlschrank)
1 EL Zucker
1 Wfl Frischhefe / 2 Pck Trockenhefe
2 Prisen Salz
450-500ml Milch in Raumtemperatur
200g Hagelzucker

All-in-one Hefeteig herstellen (dh alles auf einmal mischen, Butter je nach Küchenmaschine in größere oder kleiner Stücke schneiden) und 15min stehen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 200°C Ober-Unterhitze vorheizen und Backbleche (2 genügen) mit Backpapier belegen. Etwas Hagelzucker auf einen Teller geben.

Teigemengen zu je ca. 30g zu einem etwa 15cm Strang rollen der in der Mitte etwas dicker und zu den Enden hin dünner wird. Den Strang mittig wie ein U das nach unten zeig legen und die dünner werdenden Enden umeinanderwickeln, die Enden leicht andrücken. Nun den Wickel in den Hagelzucker drücken. Wieviel Zucker ihr hier nehmt ist euch überlassen. Den Flachswickel auf das Backblech legen. Ich lege sie versetzt. Dh einmal das dicke, dann das dünne Ende oben. So passen 5-6 in eine Reihe. Etwas Abstand halten.

Ist das erste Blech voll, direkt in den inzwischen heißen Backofen (mittlere Schiene) schieben und ca. 13-15min backen. Sie sind fertig, wenn sie leicht gebräunt sind und auf der Unterseite auch eine goldgelbe Bräunung aufweisen. In der Backzeit direkt das nächste Blech wickeln. Wenn ihr vor Ablauf der Backzeit fertig seit einfach eine Etage tiefer in den Backofen geben und beim Herausnehmen des oberen Bleches dann eins höher setzen und fertig backen. So geht es „Hand-in-Hand“.
Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Das Gebäck hält sich locker eine Woche in einer Keksdose (nicht luftdicht!)
TIP: Auch lecker mit Vanillezucker oder Vanille-Zimtmischung anstatt Hagelzucker – gerade wenn es in Richtung Weihnachten geht….. und warum nicht mal bunte Streusel verwenden? Krokant?  Was meint ihr….